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2. Bürokratieentlastungsgesetz
Mit dem zweiten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG II) sollen vor allem sehr kleine Betriebe bis drei Mitarbeiter entlastet werden. Die wesentlichen Änderungen dazu sind wie folgt:

1. Anhebung der oberen Grenze zur vierteljährlichen Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldungen
von 4.000 € auf 5.000 € (§ 41a Absatz 2 Satz 2 EStG), Inkrafttreten: 01.01.2017.

2. Anhebung der Pauschalierungsgrenzen für Rechnungen über Kleinbeträge von 150 €
auf 250 € (§ 33 Satz 1 UStDV), Inkrafttreten: 01.01.2017.

3. Verkürzung der steuerlichen Aufbewahrungsfrist von Lieferscheinen: hier wird
die bisherige Aufbewahrungsfrist der empfangenen und abgesandten Handels- oder
Geschäftsbriefe (Lieferscheine) nach § 147 Abs. 3 Satz 1 AO von sechs Jahren
(sofern keine Buchungsbelege vorliegen) fallengelassen. Die Aufbewahrungsfrist
endet jeweils mit Erhalt oder Versand der Rechnung, soweit keine Buchungsbelege
betroffen sind (§ 147 Absatz 3 Satz 3 und 4 AO).

Anwendung: Die Regelung gilt für alle Lieferscheine, deren Aufbewahrungsfrist nach § 147
Abs. 3 AO in der bis zum 31.12.2016 geltenden Fassung noch nicht abgelaufen
ist, Art. 97 § 19a Satz 2 EGAO.

4. Anhebung der Wertgrenze für die Aufzeichnungspflichten bei der
Sofortabschreibung von 150 € auf 250 €, § 6 Absatz 2 Satz 4 EStG.

Anwendung: Erstmals bei Wirtschaftsgütern, die nach dem 31.12.2017 angeschafft,
hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden, § 52 Absatz 12 Satz
3 EStG.

Anhebung der durchschnittlichen Tageslohngrenze in Anlehnung an den erhöhten
Mindestlohn in § 40a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 EStG von 68 € auf 72 €.
Inkrafttreten: 01.01.2017.

6. Fortschreibung der bundeseinheitlich abgestimmten Verwaltungsregelung des
Abschnitts 13c.1 Absatz 27 UStAE zum Ausschluss der Haftung des Abtretungsempfängers
(Factors) nach § 13c UStG (Reaktion auf BFH, Urteil vom 16.12.2015 - XI R
28/13). Inkrafttreten: 01.01.2017.




 

 
 


 


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